Grundsätze und Richtlinien für das Katzenasyl

Anlässlich meiner früheren Kontakten mit Tieren und Tierschutz habe ich verschiedentlich hinter die Kulissen gesehen, vieles davon war und ist nach meinem Empfinden schlichtweg Etikettenschwindel, sodass ich mich entschlossen habe, selbst aktiv zu werden. Von Anfang an habe ich nach den folgenden Grundsätzen gehandelt und so muss es bleiben, auch dann, wenn ich nicht mehr in der Lage bin, das Katzenasyl "Zur letzten Zuflucht" selbst zu führen.


Name


Katzenasyl Zur letzten Zuflucht


Sitz des Asyls


Galgenacher 21, CH 4446 Buckten


Zweck des Asyls


Aufnahme von Katzen, welche als nicht platzierbar gelten und anderenfalls getötet würden, einen letzten Zufluchtsort, als Alternative zum Tod bieten. Nicht mehr platzierbar sind z.B.: Ältere Tiere, verhaltensgestörte (nicht stubenreine) verwilderte, extrem scheue, Invalide oder anderweitig mit Problemen behaftete, so dass sie nirgends mehr Aufnahme finden. Betreuung von frei lebenden, verwilderten Katzen (Fütterung, Kastrieren lassen etc.). Engagement, dass frei lebende, verwilderte Katzen an ihrem angestammten Platz bleiben können. Unterstützen von wirtschaftlich schlecht gestellten Mitmenschen, in Form von Futter und Kistlistreu zur Verfügung stellen und Übernahme von Tierarztrechnungen. Wer in den Genuss dieser Vergünstigung kommt wird von Fall zu Fall individuell, nach persönlichem Augenschein entschieden.


Aufnahme von Tieren


Soweit als möglich, werden alle Katzen, welche der obigen Zweckbestimmung des Asyls entsprechen, aufgenommen. Platzierbare Katzen oder andere Tiere werden, wenn immer möglich an herkömmliche Tierheime verwiesen. In Ausnahmefällen bieten wir heimatlosen, jedoch vermittelbaren Katzen eine prov. Unterkunft. Diese Tiere werden aber durch die "Katzenhilfe Nordwest Schweiz" vermittelt.


Ferientiere


Gegenwärtig fehlt es noch an der geeigneten Infrastruktur, um Ferienkatzen  von unsere Asyl-Katzen getrennt zu halten, darum können vorläufig nur in Ausnahmefällen, Ferientiere aufgenommen werden. Doch grundsätzlich steht der Aufnahme von Ferientieren steht nichts im Wege, solange den Asylkatzen daraus kein Nachteil erwächst und genügend Platz für Notfallaufnahmen von Problemtieren vorhanden ist.


Medizinische Betreuung


Die Heimleitung ist verpflichtet, sich alternativ-medizinisch und im speziellen der klassischen Homöopathie weiter zu bilden und soweit als möglich die Tiere selbst zu behandeln.


Tötung von Tieren


Es darf kein Tier aus wirtschaftlichen Gründen getötet werden. Die Euthanasie (einschläfern) ist nur in ihrer ursprünglichen Bedeutung (STERBEHILFE) erlaubt, d.h. Es dürfen nur Tiere getötet werden, welche hoffnungslos an einer tödlich verlaufenden Krankheit leiden oder infolge eines Unfalles so schwer verletzt sind, dass sie qualvoll sterben würden. Eine Einschränkung der Lebensqualität ist so lange in Kauf zu nehmen, so lange die Lebensfreude der Katze nicht darunter leidet (z.B. Verlust eines Fusses, vermindert die Lebensqualität, nicht aber die Lebensfreude). In jedem einzelnen Fall muss individuell geklärt werden, ob eine Chance auf Heilung besteht und ob allf. Belastungen für die Katze nur vorübergehend (z.B. die Heilung begleitende Schmerzen) oder dauernd (z.B. Lähmung) sind. Im Zweifelsfalle immer zu Gunsten des Lebens des Tieres. "Rentabilität" resp. Tierarztkosten dürfen bei diesen Abwägungen nicht in Betracht gezogen werden. Schnelle Entscheide des Tierarztes zur Tötung (z.B. keine klaren Symptome einer tödlichen Krankheit) müssen ebenso in Frage gestellt werden, wie eine kostenintensive Behandlung die u.U. nur das Tier und die Asylkasse belastet aber keine Heilung bringt. Bei der Euthanasie ist nur die intravenöse Spritze geduldet, sollte der behandelnde "Veterinär" dazu nicht fähig sein, ist ein kompetenter Tierarzt beizuziehen.


Tierversuche


Das Asyl lehnt kompromisslos alle Tierversuche nach Art. 13 TSchG. ab, welche den Rahmen von reiner Beobachtung oder klinischer Erprobung (wie bei Menschen vorgeschrieben) neuer Medikamente übersteigen. Klinische Erprobung heisst, ein neues Medikament an spontan erkranken Patienten, welche die Krankheit haben, für welche das Mittel bestimmt ist, auf dessen Tauglichkeit prüfen. Nicht betroffen sind "Tierversuche", welche nur unter Art. 12 TSchG. fallen, Dort heisst es sinngemäss: Jede Handlung an oder mit Tieren, welche der Wissenserweiterung dienen, sind Tierversuche. D.h. Die Beobachtung von frei lebenden Tieren, ohne dass Menschen Einfluss nehmen, sind auch Tierversuche obwohl sie von der Bevölkerung üblicherweise nicht als solche empfunden werden (z.B. das Erforschen des Sozialverhaltens frei lebender Tierpopulationen, oder sind wild lebende Katzen wirklich solche Vogel-Nesträuber, wie die Jäger es behaupten und als Vorwand zum abschiessen der Katzen nehmen usw.)


Haftung


Der Gründer und Leiter des Asyls, Günther Weber, Tierpfleger, haftet mit seinem gesamten Privatvermögen, bis zur Übernahme des Asyls durch den Verein, oder bis zur Gründung einer Stiftung

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