Todesfall Petra G.

Ein unfassbares Ereignis erforderte von uns einmal mehr an unsere Leistungsgrenzen zu gehen. Wir suchten deshalb Hilfe, sowohl Finanziell als auch Personell.


Am Freitag 28. Mai 2010 erfuhren wir über die Printmedien (Blick) mit Bestürzung vom Tod unserer langjährigen Kollegin und „Katzenmutter“ Petra G. Sie kam am Pfingstmontag durch tragische Umstände ums Leben.


Seit wir uns kannten, war es immer wieder Petras Wunsch gewesen, enger mit uns zusammen zu arbeiten. Leider brachten wir das aber aus terminlichen Gründen nie ganz auf die Reihe. Nun konnte Petras Wunsch leider nicht mehr in Erfüllung gehen. Aber wir hatten unser Versprechen eingelöst und alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um ihren verwaisten Katzen zu helfen.


40 Katzen wurde abgeholt, bevor wir wussten was passiert war und an verschiedenen Tierheimen zur Vermittlung weitergegeben. 5 Katzen wurden direkt vermittelt. Eine wurde von zwei wildernden Hunden, die eine Schafherde hätten bewachen sollen (!!!), tödlich verletzt. 33 verbliebene sind nun bei uns im Katzenasyl. Sie sind alle wohl auf!

Ein Nachbarsehepaar überwachte das Gebäude und die Umgebung (fuhr mehrmals täglich zum Ort des Geschehens, ca. 1 km), ob noch weitere Katzen vor Ort waren oder ggf. noch Streunende zurück kamen. In diesen Fällen wurden die Fallen scharf gemacht und wir bekamen umgehend Bescheid.

An dieser Stelle meinen grössten Dank an E. und P. Sch. Es war super mit Euch zu Arbeiten. Euere Hilfe hatte mir viel Zeit und Aufwand erspart!!!


Wir standen mit den von den Behörden betrauten Leuten im Kontakt. Leider hatten sich diese als Schaumschläger erwiesen.

Der Kontakt zu den 4 Tierheimen wurde uns nicht wie versprochen hergestellt. Wir wussten nur von einem. Dort wurde eine Katze wegen Krebs euthanasiert, drei weitere wurden aus kommerziellen Gründen getötet; ... und das, obwohl wir zugesagt hatten, alle Nichtvermittelbaren bei uns aufzunehmen!

Das Durchfragen bei den ortsansässigen Tierärzten, um mehr betreffend Alter, Impfungen, chronische Krankheiten, Kastrationen usw. zu erfahren, stand uns noch bevor. Wir hatten lediglich aus einer Tierarztpraxis die Info, dass keine einzige Katze geimpft sei. Doch ausgerechnet aus dieser Praxis lagen uns ein paar Impfausweise vom Herbst – Winter 2009 vor.....!

Es blieb nur zu hoffen, dass in anderen Praxen mehr mit der Wahrheit umgegangen wird!

(N.B. Bei Institutionen wie unsere oder die von Petra, kann es durchaus sein, dass die Impfdaten nur beim Tierarzt festgehalten werden. Weil die Katzen nicht zum Vermitteln vorgesehen sind, braucht es nicht unbedingt einen Impfausweis).


Das bedeutete für uns, dass die angestandenen Renovationsarbeiten im Haus und an den Gartenausläufen so schnell als möglich fertig gestellt werden mussten.


Wir suchten darum dringend tatkräftige Helferinnen und Helfer für:

  • diverse Arbeiten in Haus und Garten.
  • Putzarbeiten bei den Katzen
  • Gönnerinnen und Gönner, welche uns finanziell unterstützen, damit wir die notwendigen Baumaterialien einkaufen und die Mehrkosten für Futter, Streu und Tierarzt decken konnten.


Wir nennen diese Katzen-Gruppe den „Petra-Clan“. 5 Personen hatten sich mit Eintageseinsätzen im Asyl nützlich gemacht und mit 2 weiteren Personen wurden Einsatztermine vereinbart.


Der Partner von Petra G. wurde aus der U-Haft entlassen. Mehr können und wollen wir dazu nicht sagen. Es ist nicht unsere Sache, hier irgend welche Informationen, Spekulationen oder Kommentare zu publizieren. Darum unterlassen wir auch jegliche Kommentar zu den Blickartikeln. Wir kümmern uns um die verwaisten Katzen von Petra, welche wir nun in unserer Obhut haben. DAS ist unsere Aufgabe, den Katzen UND Petra zu liebe.

Möge Petra in Frieden ruhen. Für Ihre Katzen bei uns geben wir das Beste, ohne Seitenblicke auf den Kommerz!!!


Allfällige Vermittlungen dieser Katzen werden wir in einem nächsten Schritt prüfen. Interessenten bitten wir um entsprechende Geduld. Wenn es soweit ist, werden wir dies an dieser Stelle kommunizieren.


Günther Weber




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